Gartennächte – World Music Festival 2020 abgesagt und auf 2021 verschoben

Eine Veranstaltungsreihe der Gärten von Schloss Trauttmansdorff
in Zusammenarbeit mit Showtime Agency:

Passenger und Gert Steinbäcker (STS) haben für 2021 bereits zugesagt.

Wie so viele Veranstaltungen in diesem Jahr fallen nun leider auch die Gartennächte – World Music Festival in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff aus. Die beliebte Open Air-Konzertreihe kann nicht abgehalten werden, da sämtliche Künstler auf Grund der Einschränkungen ihre Sommertourneen verschoben oder abgesagt haben.

Das Konzertprogramm stand bereits Ende Februar fest, die Ankündigung wäre für Anfang März geplant gewesen, dann kam Corona. Die Gartennächte – World Music Festival wären wie jedes Jahr ein beliebter Treffpunkt für MusikliebhaberInnen und GenießerInnen des besonderen Ambientes in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff geworden. Das spannende und abwechslungsreiche Musikprogramm fiel der Pandemie zum Opfer und die Veranstalter versuchten gemeinsam mit den Künstlern, eine Lösung zu finden.

Somit haben einige der für heuer geplanten Künstler ihre Teilnahme für nächstes Jahr bereits zugesichert, sodass es bereits jetzt möglich ist, die Konzertkarten und Festivaltickets für die Gartennächte – World Music Festival 2021 zu kaufen. Folgende Konzerte sind bereits bestätigt, drei weitere Konzertabende im Juli und August werden noch folgen. Das Festivalticket beinhaltet somit insgesamt sechs Konzerte.

Ein weiterer Bonus ist der für das Festivalticket eingeführte Frühbucherrabatt, der ab sofort bis zum 31. Oktober 2020 in Anspruch genommen werden kann. Alle Tickets – auch für die bereits bestätigten Einzelveranstaltungen – sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

24.06.2021 Gert Steinbäcker & Band (STS) (Österreich)
Special Guest: Cordes y Butons (Südtirol)
01.07.2021 Konzerttermin 2
22.07.2021 Passenger (Großbritannien)
05.08.2021 Konzerttermin 4
19.08.2021 Konzerttermin 5
26.08.2021 Haydn Orchester Die Vier Jahreszeiten (Trentino-Südtirol)

Konzertbeginn: jeweils um 21.00 Uhr, außer am 24.06. um 20.00 Uhr
Einlass: ab 18.00 Uhr mit der Möglichkeit, die Gärten zu besichtigen.
Kartenvorverkauf ab 19.06. um 12.00 Uhr:
In allen Athesia Buchhandlungen
Bozen: Bazar
Online-Ticket: www.ticketone.it

Informationen:
Tel. 0473 270256
info@showtime-ticket.com
www.showtime-ticket.comwww.trauttmansdorff.it
www.facebook.com/Showtime.Agency
www.facebook.com/trauttmansdorff.giardinidisissi

Informationen unter der Nr. 0473 270256 oder info@showtime-ticket.com
Informationen zum Veranstaltungsort unter www.trauttmansdorff.it

Die Parkgebühren sind im Ticketpreis inbegriffen. Die Konzerte finden im Freien und bei jeder Witterung statt, die Zuschauerplätze sind nicht überdacht. Es besteht keine Sitzplatzgarantie. Es besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Eintrittskarten bei Schlechtwetter. Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten.

Gert Steinbäcker, das erste S von STS auf Tour: „Ja eh“

Es war im Jahr 2017 – also vier Jahre nach Beendigung der Live-Aktivitäten von STS – als Gert Steinbäcker & Band bei ihren ersten Konzerten durch Österreich im Mai 2017 einen triumphalen Erfolg feierten. Nach restlos ausverkauften Konzerten hätte nun die Tour 2020 folgen sollen, die auf 2021 verschoben wurde. Neben den großartigen und unvergesslichen Songs wie „Großvater“ und „Und irgendwann bleib i dann dort“ und viele andere seiner Hits präsentiert Gert Steinbäcker neue Lieder aus seinem Soloalbum „Ja eh“ (VÖ 2016).

7-Soloalben gibt es bereits von Gert Steinbäcker, davon 2 Sampler, alle mit Gold ausgezeichnet. 1985 wurde er mit dem Amadeus Award als bester Textdichter Österreichs ausgezeichnet, auf den er sehr stolz ist. 2012 erhielt Gert Steinbäcker mit STS das goldene Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich.

Gert Steinbäcker war und ist ein Mann klarer Worte und die flossen immer auch in seine Lieder mit ein. Es waren nie gesungene Botschaften, sondern authentische Empfindungen, die es zu hören gab. Wunderbare Liebeslieder, aber auch eindeutige Kritik in allen politischen und sozialen Bereichen. Gert Steinbäcker – und zwar nicht nur der Singer-Songwriter ?–? hatte sich in seinem Leben, seinen Liedern, dann, wenn es auch darum ging Haltung zu zeigen, stets von diesem „ja eh” ferngehalten.

Passenger

Seit seinem Debütalbum „Wicked Man’s Rest“ im Jahr 2007 ist Passenger einen weiten Weg gegangen. Damals waren Passenger noch eine Band rund um den Songwriter namens Mike Rosenberg. Aber irgendwann hat der Straßenmusiker einen Schlussstrich gezogen, das Pseudonym selbst als Solokünstler übernommen und sich auf die Reise begeben. Der gebürtige Engländer ist hauptsächlich durch Australien und Neuseeland gezogen und hat sich auf jeden Marktplatz, an jede Straßenecke gestellt und seine Songs zum Besten gegeben. Er begegnete dem jungen Ed Sheeran und ging mit ihm schon auf Tour, als die Hallen noch längst nicht so groß waren wie heute. Und dann kam „Let Her Go“, der Hit, der den Ivor Novello Award gewann, mit dem Passenger zum Star wurde, mit dem er zwei Jahre ununterbrochen auf Tour war, der bis heute sagenhafte 2,6 Milliarden Mal bei Youtube aufgerufen wurde. „Let Her Go“ hat alles verändert und doch wieder nicht. „Wenn Du auf der Straße spielst, bist Du ein Außenseiter“, sagt Rosenberg/Passenger heute, „als der Song dann so groß wurde, hat sich die Sicht der Leute auf mich verändert. Da war es keineswegs einfach, mir treu zu bleiben und an meinen Prinzipien festzuhalten. Wenn der Schneeball den Berg runterrollt, Fahrt aufnimmt, immer größer wird, wird es immer schwerer, ihn zu formen. Ich wollte einfach nicht zu etwas werden, was ich nicht sein wollte.“ Der Brite hat es geschafft: Er ist sich treu geblieben, weil er immer noch Songs schreibt, die ihn verkörpern. Oder wie er es selbst einmal formuliert hat: „Jedes Lied hat sein eigenes Leben.“ Dass er dabei mit einer Band genauso gut klingt wie solo, macht die Freude an der Musik noch größer. So ändert er auch auf jedem Album seine Arbeitsweise: 2018 erschien mit „Runaway“ eine Platte mit seiner Band zusammen, vergangenes Jahr folgte mit „Sometimes It’s Something, Sometimes It’s Nothing at All“ ein kammermusikalisches Werk, das Passenger mit akustischer Gitarre und einem Streichquartett aufgenommen hat. Dieses Wechselspiel macht seine Songs so aufregend, auf Platte und noch mehr live.

Haydn Orchester: Die Vier Jahreszeiten

Das Haydn Orchester von Bozen und Trient wurde 1960 als regionales Orchester gegründet. Ziel war es einerseits heimischen Musikern, allen voran den Absolventen des Konservatoriums von Bozen, eine Arbeitsmöglichkeit innerhalb der Region zu bieten, andererseits das Interesse der lokalen Bevölkerung an klassischer Musik zu stärken.

Treibende Kräfte für die Gründung waren der Bozner Bürgermeister Giorgio Pasquali und der Senator, Gemeinderat und Professor am Bozner Konservatorium Andrea Mascagni. Die Einbindung der Gemeinden Bozen und Trient sowie der jeweiligen Provinzen in das Projekt war nicht nur aus finanzieller Sicht notwendig, sondern sollte auch der engeren Zusammenarbeit der beiden Provinzen dienen. Dennoch war die finanzielle Situation in den Anfängen prekär: eine Beschäftigung der Orchestermusiker konnte nur während fünf Monaten im Jahr finanziert werden.

Am 25. Oktober 1960 traten schließlich 40 Musiker aus der Region zur 1. Probe unter der Leitung von Rudolf Oberpertinger zusammen. Am 15. November 1960 fand das erste öffentliche Konzert im Konzertsaal des Bozner Konservatoriums statt, tags darauf in Trient. Auf dem Programm stand Mozarts Requiem in Zusammenarbeit mit den Chören der Pfarrkirchen von Bozen und Meran. Von Beginn an galt der Grundsatz der gleichmäßigen Aufteilung der Konzerte auf die Provinzen Bozen und Trient. Die ersten Orchestermusiker waren zum Großteil Absolventen des Konservatoriums von Bozen, das eines von 12 Konservatorien war, die in Italien nach Kriegsende noch erhalten geblieben waren.

Zunächst arbeitete das Haydn Orchester als so genanntes „freies Orchester“: rechtliche Grundlagen fehlten, ebenso wie eine Satzung oder Verträge im rechtlichen Sinn. Erst am 24. März 1962 wurde der Verein „Associazione per le attività sinfoniche e liriche di Bolzano e Trento“ gegründet, der den Fortbestand des Orchesters garantieren sollte. Im Artikel 2 der Satzung hieß es zum Zweck des Orchesters: „öffentliche Konzerttätigkeit im Bereich der sinfonischen und kirchenmusikalischen Musik auszuüben und Opernspielzeiten im Bereich der Provinzen Bozen und Trient zu organisieren.“ Als künstlerischer Leiter wurde Andrea Mascagni beauftragt, als ständiger Dirigent der Trientner Antonio Pedrotti.

Pedrotti war in den folgenden 13 Jahren, bis 1975 maßgeblich am Aufbau und der Entwicklung des Klangkörpers beteiligt.

Bereits während der ersten zehn Jahre standen einige Uraufführungen am Programm des Haydn Orchesters: Ein Grundsatz, dem man bis heute treu geblieben ist.

Seit 1962 wurden außerdem regelmäßig so genannte Sommerkonzerte organisiert. Diese fanden nicht in den Provinzhauptstädten Bozen und Trient sondern meist in der Peripherie statt und sollten der ländlichen Bevölkerung Zugang zu klassischer Musik bieten. In den folgenden Jahren sollte außerdem die Zusammenarbeit mit lokalen Chören die Akzeptanz des Orchesters in der Bevölkerung weiter stäken.

Tourneen führten das junge Orchester nach Österreich, Deutschland und ins restliche Italien. Für weitere Konzertreisen fehlten die finanziellen Mittel.

Seit 1999 hat die Verwaltung des Haydn Orchesters in der Heinrich Glim Straße in Bozen seine eigenen Büros, seit dem Jahr 2000 im angeschlossenen Haydn-Auditorium auch einen ständigen Probenraum.

2002 wurde das Haydn Orchester unter dem damaligen Präsidenten Franz von Walther in eine Stiftung umgewandelt. Im Herbst 2003 schließlich wurde der damalige künstlerische Leiter Hubert Stuppner von Gustav Kuhn abgelöst. Kuhn setzte neue Qualitätsstandards innerhalb des Orchesters.

Seit 2013 ist der Musikjournalist Daniele Spini für die künstlerische Leitung der Orchesters verantwortlich.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert prägt das Haydn Orchester von Bozen und Trient die heimische Musiklandschaft. 1960 von den Gemeinden bzw. Provinzen Bozen und Trient gegründet, hat sich das Haydn Orchester zum musikalischen Aushängeschild der Region entwickelt. Das Repertoire reicht vom Barock bis hin zur zeitgenössischen klassischen Musik.

Die zentralen Spielstätten des Haydn Orchesters sind das Konzerthaus in Bozen und das Teatro Auditorium von Trient. Auch auf internationalen Bühnen ist das Haydn Orchester ein gerne gesehener Gast: Tourneen führten u.a. nach Bregenz, Erl, Salzburg, Wien, Japan, in die Niederlande und die USA.

Als Chefdirigent gibt Arvo Volmer seit 2015 den Takt an. Vor ihm formten Antonio Pedrotti, Hermann Michael, Alun Francis, Christian Mandeal und Ola Rudner den Klang des Orchesters. Künstlerische Impulse erhält das Orchester auch von seinen namhaften Gastdirigenten, darunter Claudio Abbado, Riccardo Muti oder Sir Neville Marriner. Künstlerischer Leiter ist seit 2013 der Florentiner Daniele Spini.

In zahlreichen CD-Einspielungen konnte das Haydn Orchester seine künstlerische Vielfalt und Qualität unter Beweis stellen.

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